Arbeitskampf: Warnstreik in den DRK-Kliniken

Arbeitskampf: Warnstreik in den DRK-Kliniken


Zwei Tage Warnstreik in der Klinik

Am 13.1. und 14.1. waren die nicht-ärztlichen Kolleg:innen in drei DRK-Kliniken im Warnstreik. Gemeinsam mit der Gewerkschaft ver.di fordern die Beschäftigten 5% mehr Lohn für 2026 und 2027. Wir als Team von Stella waren zusammen mit Pascal Meiser, Mitglied des Bundestages (MdB) aus Friedrichshain-Kreuzberg bei der Streikversammlung am Dienstag und haben unsere Unterstützung auch nochmal Mittwoch früh gemeinsam mit Anne Zerr, MdB aus Reutlingen in Baden‑Württemberg, und heißen Getränken zum Ausdruck gebracht.

DRK klagt gegen den Streik - erfolglos

Das Deutsche Rote Kreuz versuchte gegen den Streik gerichtlich vorzugehen. Begründet wurde dies mit der „besonderen Verantwortung“, die die Beschäftigten für ihre Patient:innen tragen. Um den Streik zu verhindern, legte das DRK u.a. eine Personalbesetzung während des Streiks vor, die über der Regelbesetzung liegt. Beschäftigte vor Ort sagten uns, dass ihr Arbeitgeber sie im Vorfeld des Streiks schlecht informiert und das Klinikum sich in vielen Bereichen nicht gut auf den Streik vorbereitet hat. Offenbar setzte die Arbeitgeberseite darauf, dass der Streik gerichtlich untersagt wird. Vor Gericht scheiterte die Klage jedoch, vorgebrachte Argumente von Arbeitgeberseite waren unzureichend und zielten darauf ab, die Beschäftigten moralisch unter Druck zu setzen. Unter den Beschäftigten entstand durch die Klage zudem der Eindruck, dass ihr Arbeitgeber den Streik als nicht rechtens darstellen wollte.

Dazu sagt Stella:

„Streiken ist ein Grundrecht! Die Beschäftigten des DRK mit ihrer ‚besonderen Verantwortung‘ unter Druck zu setzen, lehnen wir als Linke ab. Von Danksagungen und Anerkennung kann man weder seine Miete noch die steigenden Lebensmittelpreise bezahlen. Die Gehaltserhöhungen von Pflegekräften, OP-Mitarbeiter:innen und Therapeut:innen sind überfällig. Die große Verantwortung, die diese Kolleg:innen tragen, soll sich auch in ihrem Gehalt widerspiegeln.
Ihr steht heute nicht nur für euch, sondern für alle Beschäftigten im Gesundheitswesen auf und vor allem für eine bessere Patient*innenversorgung. Lasst euch nichts anderes einreden. Der Normalzustand gefährdet die Versorgung, nicht der Streik! Ich wünsche euch viel Kraft, Zusammenhalt und einen langen Atem.“