Darum hatte ich zuletzt Fehlzeiten im Bundestag

Darum hatte ich zuletzt Fehlzeiten im Bundestag

In den letzten Wochen hatte ich ungewöhnlich viele Fehlzeiten im Bundestag. Dazu möchte ich mich bewusst öffentlich äußern. Aus Transparenz und Respekt gegenüber den Menschen, die mich gewählt haben.

Nach einem Unfall musste ich an der Wirbelsäule operiert werden. Das war kein kleiner Eingriff und erfordert Zeit zur Genesung. Wer schon einmal mit einer ernsthaften Verletzung oder Operation zu tun hatte, weiß: Gesundheit lässt sich nicht „nebenbei“ reparieren, und erst recht nicht unter Dauerbelastung.

Ich weiß, dass Fehlzeiten im Parlament immer wieder genutzt werden, um Politikerinnen (besonders Frauen) zu diskreditieren oder infrage zu stellen. Als wäre Krankheit ein persönliches Versagen. Als müsste man sich rechtfertigen, wenn der eigene Körper Grenzen setzt. Diese Logik lehne ich ab.

Gerade weil ich Verantwortung trage, politisch wie menschlich, ist es meine Pflicht, auf meine Gesundheit zu achten. Nur wer selbst wieder stabil ist, kann langfristig gute Arbeit leisten, kluge Entscheidungen treffen und sich mit voller Kraft für andere einsetzen. Das gilt im Pflegeberuf genauso wie im Bundestag.

Ich bin weiterhin im engen Austausch mit meinem Team und werde Schritt für Schritt wieder vollständig präsent sein. Aber ich werde keine Gesundheit aufs Spiel setzen, nur um Erwartungen zu erfüllen, die auf einem falschen Leistungsbild beruhen.

Politik braucht keine Selbstausbeutung. Sie braucht Menschen, die dauerhaft handlungsfähig sind, Verantwortung ernst nehmen und auch offen mit eigenen Grenzen umgehen.


Danke für euer Verständnis, eure Solidarität und die vielen Nachrichten, die mich erreicht haben. 💜

Stella